Ein Vienna Lager ist ein bernstein- bis kupferfarbenes Lager mit toastigem, brotigem Malz und sauberem, trockenem Abgang. Nicht zu schwer, nicht zu bitter – ein Bier, von dem du problemlos mehrere zum Essen trinken kannst. Es heißt so, weil der Stil in Wien entstanden ist (Anton Dreher, Schwechat, 19. Jahrhundert). Heute findest du es unter verschiedenen Namen – Wiener Lager, manchmal einfach „Bernstein-Lager“ –, die Idee ist dieselbe.
Die Ein-Satz-Definition
Vienna Lager = malzbetontes Bernstein-Lager, toastig und brotig, mit genug Hopfen für einen sauberen Abgang. Meist so um 4,5–5,5 % Alkohol. Wenn du schon mal ein Märzen oder ein Bernstein-Lager in Österreich oder Bayern hattest, bist du in der gleichen Liga. Mehr Details in unserem Wiener Lager-Guide und im Brauerei-Guide Wien.
Warum Wien?
Dreher hat ein Darren-Verfahren so verfeinert, dass das Malz heller und aromatischer wurde – dieses „Wiener Malz“ gab dem Bier Farbe und Geschmack. Brauereien in Wien und in der Monarchie zogen nach, der Stil blieb. Vieles, was du heute noch in traditionellen Brauhäusern in Wien bekommst, gehört in diese Linie. Wenn jemand fragt „was ist ein Vienna Lager“, ist die ehrliche Antwort: das Bier, das Wiens Platz in der Braugeschichte definiert hat – und das du dort heute noch trinken kannst.
Wo du es in Wien trinkst
Am besten dort, wo vor Ort gebraut wird. Du bekommst es frisch, oft neben Zwickl oder Dunkles. Fischerbräu in Döbling (Billrothstraße 17) braut seit 1985 eigenes Helles, Dunkles und Saisonbiere – kein besserer Ort, um zu probieren, was ein Vienna Lager in der Praxis ist.
Vienna Lager beim Fischerbräu probieren
Eigenes Lager in Döbling. Billrothstraße 17. Unter der Woche ab 16 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr.