Märzen (Märzenbier) ist der große Bruder des Vienna Lagers: gleiche Familie, etwas kräftiger und malziger, bernstein bis kupfer mit sauberem Abgang. Es wurde im März gebraut und über den Sommer gelagert für den Herbst – daher der Name. In Wien bekommst du es noch in traditionellen Brauereien, die ihre Lagerbiere ernst nehmen.
Warum „Märzen“-Bier
Ohne Kühlung war Brauen im Sommer riskant. Also braute man im März ein kräftigeres, gut gehopftes Bier, das bis in den Herbst hielt. Daraus wurde Märzen – verbunden mit der Ernte und später mit dem Oktoberfest. Es hat viel mit Wiener Lager gemeinsam (gleiche Malz-Tradition, trinkbar), aber mehr Körper. Mehr Kontext im Brauerei-Guide Wien.
Im Glas
Bernstein bis kupfer, toastig und brotig, kräftig aber nicht hart. Passt zu Schnitzel, Gulasch, Schweinsbraten. Am besten frisch im Brauhaus. Wenn du unfiltriert magst, frag im gleichen Laden nach Zwickl – oft die gleiche Basis, nur nicht filtriert.
Wo du es in Wien bekommst
Jede traditionelle Brauerei, die vor Ort braut, kann ein Märzen oder etwas in der Richtung haben. Fischerbräu in Döbling (Billrothstraße 17) hat Helles, Dunkles und Saisonbiere mit österreichischer Küche – genau die Art Ort, um es zu probieren.
Märzen und mehr beim Fischerbräu
Eigenes Lager und österreichische Küche in Döbling. Unter der Woche ab 16 Uhr, am Wochenende ab 12 Uhr.